Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Acht weitere Ortschaften befreit

17.10.2026 18:39 Uhr
18:39 Uhr
Gebiete Kursk und Brjansk melden Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Im Gebiet Kursk ist ein Mann auf eine ukrainische Mine getreten. Laut Gouverneur Alexander Chinstein war die Mine zuvor von einer Drohne abgeworfen worden. Der 49‑jährige Verletzte musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Im Gebiet Brjansk schlug eine FPV-Drohne in ein privates Wohnhaus ein, erklärt Gouverneur Jegor Kowaltschuk. Ein Mann erlitt Brandwunden. Eine weitere Drohne griff ein Auto an. Der Fahrer wurde leicht verletzt.
18:22 Uhr
"Ein Bier weniger im Jahr" – Was sagen Berliner zum Ukraine-Vorschlag aus Lettland?

Der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs fordert die EU-Staaten zu mehr Unterstützung für die Ukraine auf. Die finanzielle Belastung beschreibt er mit einem anschaulichen Vergleich: Die Hilfe koste jeden Europäer gerade einmal ein Glas Bier im Jahr.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
17:45 Uhr
Russland trifft einen Betrieb und ein Umspannwerk in der Ukraine
Die russische Armee hat einen Betrieb in der ukrainischen Stadt Luzk getroffen. Laut einem Bericht des Verteidigungsministeriums in Moskau handelt es sich um eine Anlage des Unternehmens Kromberg & Schubert, das Reparaturen an Kraftfahrzeugen im Interesse der ukrainischen Truppen durchführt. Im Ort Kolodnoje des Gebietes Ternopol griffen russische Truppen ein Umspannwerk an, das zur Versorgung von Rüstungsbetrieben diente. Etwa 40 Kilometer südlich vom Hafen in Odessa attackierte Russland einen Frachter mit militärischer Ausrüstung und Dual-Use-Gütern an Bord.
17:03 Uhr
Tusk: Kommende Monate können für die Ukraine und Europa entscheidend sein
Einige EU-Länder möchten die Militärausgaben verringern. Polen versucht jedoch, ihnen davon abzuraten, heißt es in einer Pressemitteilung der polnischen Regierung.
Während des jüngsten EU-Gipfels wurden unter anderem die Unterstützung für die Ukraine und das Verteidigungspotenzial Europas erörtert. Warschau sei der Meinung, dass die kommenden Monate nicht nur für die Zukunft der Ukraine, sondern für ganz Europa entscheidend sein könnten. Daher sei es notwendig, die Verteidigung weiterhin zu stärken, anstatt die Ausgaben zu kürzen.
Ministerpräsident Donald Tusk erklärt auf einer Pressekonferenz nach dem Gipfel:
"Dies ist der ungünstigste Zeitpunkt, um bei der Sicherheit Europas zu sparen, und ich glaube, dass viele Staats- und Regierungschefs dies verstanden haben."
Ein wichtiges Ergebnis des Gipfels sei die Aufrechterhaltung der festen Unterstützung für die Ukraine sowie die fortgesetzte Ausübung von Druck auf Russland. Tusk fügte hinzu:
"Noch nie war die Haltung aller Staaten der Europäischen Union in der Ukraine-Frage so einheitlich. Viele Länder verstehen: Wenn die Ukraine fällt, bekommen wir alle ernsthafte Probleme."
16:07 Uhr
Selenskij spricht von schwerem Angriff auf ukrainische Energieinfrastruktur
Die energetische Infrastruktur der Ukraine ist am Vortag von einem der schwersten Angriffe getroffen worden, erklärt Präsident Wladimir Selenskij. Mehr als 15 wichtige Anlagen zur Stromerzeugung und Energieübertragung gerieten unter Beschuss. Die schwierigste Lage verzeichnen die Behörden in Luzk, Rowno, Schitomir, Winniza, Schepetowka, Slawuta und Neteschin. Zudem wurden Objekte in den Gebieten Charkow, Kiew und Dnjepropetrowsk attackiert.
15:35 Uhr
Tusk: In der Ukraine "gibt es fast überall keinen Strom mehr"

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat nach dem EU-Gipfel in Brüssel vor einer Eskalation im Ukraine-Konflikt gewarnt. Zugleich forderte er weitere Unterstützung für Kiew, insbesondere bei der Energieversorgung im bevorstehenden Winter.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:06 Uhr
Selenskij kritisiert Trump wegen Aussetzung von US-Sanktionen
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat die Aussetzung der neuen US-Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Eine Lockerung des Drucks auf Russland und finanzielle Belohnungen ermutigten den russischen Präsidenten Wladimir Putin nur, weiter zuzuschlagen, teilte Selenskij in einem Beitrag auf der Plattform X mit. Er beklagte dabei, dass sich Trump zu diesem Schritt einen Tag, nachdem das russische Militär einen der massivsten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ausgeführt hatte, entschlossen habe.
"Russland versucht, in der Ukraine kurz vor dem Winter einen Blackout herbeizuführen."
Auch die Energieversorgung in der Hauptstadt Kiew, in der Großstadt Charkow und in anderen Städten und Gebieten sei von Ausfällen betroffen. Es brauche Druck, um dies zu stoppen, sagte der ukrainische Präsident und forderte Trump auf, die Sanktionen wirksam durchzusetzen.
14:33 Uhr
Deutscher Automobilzulieferer in Ukraine geht wegen Schäden außer Betrieb
Ein ukrainischer Standort des deutschen Unternehmens Kromberg & Schubert hat seinen Betrieb eingestellt. Infolge einer russischen Attacke auf die Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine kam auch das Werk des Herstellers von Spezialkabeln und Bordnetzsystemen für die Automobilindustrie zu Schaden. Die Firma teilte dies in einem Eintrag auf der Plattform Facebook mit. Sie dankte dabei dem ukrainischen Katastrophenschutz für sein schnelles Eingreifen und betonte:
"Unsere oberste Priorität sind die Sicherheit, das Leben und die Gesundheit jedes einzelnen Mitarbeiters."
Wann genau das Werk wieder in Betrieb gehen könnte, wurde nicht mitgeteilt.
🏭 Kromberg & Schubert Plant Hit in Lutsk Aftermath of yesterday's Geranium strike on the German company's enterprise. 💥🔥 📍 Lutsk, Volyn Oblast https://t.co/ZyqnL6VTvL
— Military Summary (@MilitarySummary) October 17, 2026Laut ukrainischen Medien hatte sich am Freitag in der Stadt Luzk ein Blackout ereignet, als Russland dort Ziele angegriffen hatte. In einigen Teilen der Stadt fiel auch die Wasserversorgung aus.
Erst Anfang August war ein anderer ukrainischer Standort des Automobilzulieferers in der Stadt Schitomir bei einem russischen Angriff auf die Stadt schwer beschädigt worden. Die Produktion wurde auf unbestimmte Zeit eingestellt. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand.
Kromberg & Schubert beliefert große Automobilhersteller wie Audi, BMW, Porsche und Mercedes-Benz mit Karosserie-, Motor-, Cockpit- und Türverkabelungen bis zu Batterieleitungen und Kommunikationskabelsätzen. Zudem integriert das Unternehmen verschiedene Komponenten zu leistungsstarken Gesamtsystemen.
14:09 Uhr
Ukrainische Grenzschützer verfolgen Kriegsdienstverweigerer und werden selbst in Moldawien festgenommen
Der moldawische Grenzschutz bestätigt am Samstag die Festnahme zweier ukrainischer Grenzsoldaten. Laut einer entsprechenden Pressemitteilung ereignete sich der Vorfall noch am 15. Oktober. Demnach hätten zwei ukrainische Kollegen in einem Motorboot die Staatsgrenze in der Nähe des Dorfes Holosnita verletzt, während sie versuchten, einen ukrainischen Staatsbürger festzunehmen. Nach der Verhaftung seien die ukrainischen Grenzschützer nach Cosăuți befördert und an die örtliche Staatsanwaltschaft ausgeliefert worden, die gegen die Ukrainer ein Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts eingeleitet habe.
Über das weitere Schicksal des mutmaßlichen Kriegsdienstverweigerers, der sich aus der Ukraine über den Fluss ins benachbarte Land absetzen wollte, gab es keine Informationen.
Zuvor war in den sozialen Medien ein Video des Vorfalls aufgetaucht. Augenzeugen zufolge sollen die beiden ukrainischen Grenzsoldaten ihren Landsmann absichtlich mit dem Boot gerammt haben, um ihn zu ertränken. Daraufhin alarmierten sie den moldawischen Grenzschutz.
Two Ukrainian border guards rammed a man with their boat and struck him with an oar as he was swimming across the Dniester River, attempting to escape to Moldova. The man ultimately managed to cross the river. Following this, Moldovan bystanders who had been watching from the shore confronted the Ukrainian personnel: "Are you laughing? Do you find this funny? Why were you trying to drown him? This poor man wasn't fleeing because he had a good life." Moldova’s Border Police arrived at the scene and detained the Ukrainian border guards. The Prosecutor's Office has ordered the initiation of criminal proceedings against them for the illegal crossing of the state border.
— Epistemology (@calvintait34056) October 17, 202613:34 Uhr
Ukrainische Drohne stürzt auf Mehrfamilienhaus im Gebiet Brjansk herab – zwei Verletzte
Gouverneur Jegor Kowaltschuk meldet Opfer und Schäden infolge der jüngsten Attacken aus der Ukraine auf das russische Grenzgebiet Kursk. Der Politiker teilt auf der Plattform Telegram mit, dass in den vergangenen 24 Stunden über der Region 147 unbemannte Luftfahrzeuge der ukrainischen Streitkräfte abgefangen worden seien. Eine Drohne sei dabei auf das Dach eines fünfgeschossigen Hauses im Bezirk Fokinski in Brjansk herabgestürzt. Die Bewohner seien evakuiert worden. Zwei Zivilisten hätten leichte Splitterverletzungen erlitten. Im Bezirk Sowetski seien zwei zivile Autos zu Schaden gekommen.
Kowaltschuk berichtet zudem über einen Drohnenangriff auf einen fahrenden Lkw. Die Attacke habe sich demnach nahe der Siedlung Kataschin ereignet. Der Fahrer sei mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

