Russland

Internationales Kostomarow-Forum für russische Sprache eröffnet

Vom 22. bis 24. Mai findet das 4. Kostomarow-Forum statt, das wichtigste jährliche Ereignis in der Welt der russischen Sprache. Das Forum gilt seit mehreren Jahren als größte internationale Expertenplattform für Fragen der russischen Sprache und Kultur.
Internationales Kostomarow-Forum für russische Sprache eröffnetQuelle: Sputnik © Jewgeni Bijatow

Am Staatlichen A.S. Puschkin-Institut für russische Sprache findet vom 22. bis 24. Mai das 4. Internationale Kostomarow-Forum statt. Der Forumstitel geht auf den Akademiker Witali Kostomarow zurück, den Gründer und ersten Rektor des Instituts. Das Forum steht unter der Schirmherrschaft der Kommission der Russischen Föderation für Angelegenheiten der UNESCO. Seit 2023 wird es zudem vom Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung unterstützt, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Bereits zum vierten Mal versammelt das Kostomarow-Forum führende Wissenschaftler, Publizisten, Schriftsteller, Dichter und Liebhaber der russischen Sprache aus aller Welt. Nach Angaben der Organisatoren bietet das Kostomarow-Forum seit 2021 eine Plattform, auf der Experten ihre Erfahrungen austauschen und die Bedeutung der russischen Sprache hervorheben können. In diesem Jahr haben sich mehr als 6.000 Menschen aus 116 Ländern für die Veranstaltung angemeldet.

In diesem Jahr ist das Hauptthema die Sprache und der Stil von Medientexten, daher wird es viele Diskussionen über moderne Technologien und Ansätze zur Verwendung von Texten geben. Ein besonderer Platz auf dem Forum wird dem großen russischen Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin anlässlich seines 225. Geburtstags eingeräumt.

Das Programm umfasst mehr als 30 Veranstaltungen, darunter Podiumsdiskussionen, runde Tische, Seminare, Konferenzen, Präsentationssitzungen, Meisterklassen, kreative Begegnungen mit Schriftstellern, Präsentationen neuer Projekte und moderner Forschungen des Puschkin-Instituts. 

Konstantin Mogiljowski, der stellvertretende Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation, informierte, dass derzeit 355.000 ausländische Studenten in Russland studieren – "eine absolut rekordverdächtige Zahl". Dies beweise, dass das Interesse an Russland und der russischen Sprache aus dem Ausland nach wie vor bestehe, so Mogiljowski: "Das Institut steht heute vor den wichtigsten Aufgaben im Zusammenhang mit der Förderung der russischen Sprache in der Welt, der Erhaltung und Stärkung der Positionen, die die russische Sprache verdientermaßen einnimmt."

Wadim Saitschikow als Leiter der Abteilung für Bildung und Wissenschaft bei der Regierungsagentur Rossotrudnichestvo erklärte: "Jugendliche wählen Russisch vor allem, um ihre berufliche Rhetorik aufzubauen, auch dank der hochwertigen russischen Bildung."

Die Experten wiesen darauf hin, dass es für eine solche Bildungsarbeit notwendig sei, alle zur Verfügung stehenden Instrumente effektiv zu nutzen. Tatjana Schlytschkowa, die stellvertretende Exekutivdirektorin der Stiftung "Russki Mir", merkte dazu an: 

"Gerade diese Arbeit wird den Synergieeffekt erzielen, der uns hilft, unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen: Dass Russisch von so vielen Menschen wie möglich auf der ganzen Welt gewollt, gelernt und geliebt wird."

Laut der Rektorin Margarita Russezkaja stehe die russische Sprache derzeit in Bezug auf Internetpräsenz, Wissenschaft und Rolle in internationalen Organisationen an fünfter Stelle und nach der Anzahl der Sprecher an achter Stelle. Nach dem Zerfall der UdSSR sei die Zahl der Russischsprechenden von 350 Millionen auf 250 Millionen gesunken. Prognosen zufolge könnte diese Zahl bis 2050 um weitere 50 Millionen sinken. Der Schluss liegt nahe: Es gebe viel zu tun, um den Status der russischen Sprache in der Welt erhalten zu können, so die Rektorin. 

Im April hatte der Russlands Präsident Wladimir Putin der Regierung im Rahmen des nationalen Projekts Jugend und Kinder die Aufgabe erteilt, die Förderung der russischen Sprache und Kultur im Ausland zu gewährleisten. Diese Anweisung wurde auf der Webseite des Kremls veröffentlicht. Ein entsprechender Bericht soll bis zum 1. September dieses Jahres vorgelegt werden.

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