Österreich

Österreichs Präsident bezeichnet Russland als "Zwerg"

Van der Bellen nennt Russland einen "Zwerg", der sich wie ein Riese benehme. Die russische Botschaft antwortet mit einer spitzen Anspielung auf Krylows "Mops und Elefant".
Österreichs Präsident bezeichnet Russland als "Zwerg"Quelle: Legion-media.ru © Alamy

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Russland bei einer Veranstaltung in der Wiener Hofburg als "Zwerg" bezeichnet, der sich "wie ein Riese" benehme.

Die russische Botschaft in Wien reagierte scharf und erinnerte an eine berühmte Fabel des russischen Dichters Iwan Krylow.

Die Äußerung fiel am 14. September bei "Hofburg im Dialog", wo Van der Bellen gemeinsam mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde über Europas wirtschaftliche Stärke und die europäische Kapitalmarktunion sprach.

Van der Bellen warnte vor einer "Selbstverzwergung" Europas. Der Kontinent dürfe sich auf der Weltbühne nicht kleiner machen, als er sei. Anschließend sagte er:

"Europa als Zwerg auf der Weltbühne? Nein, wir sind keine Zwerge. Aber es gibt einen Zwerg, der sich wie ein Riese aufführt: Russland."

Die russische Botschaft in Wien reagierte auf X. Solche Äußerungen würden einem Staatsoberhaupt nicht zur Ehre gereichen, hieß es. Zugleich verwies die Botschaft auf die Rolle der Sowjetunion bei der Wiederherstellung der österreichischen Souveränität nach dem Zweiten Weltkrieg.

Besonders spitz fiel die Antwort durch den Verweis auf Iwan Krylow aus. Die Botschaft erinnerte Van der Bellen an die Fabel "Der Elefant und der Mops", in der ein kleiner Hund einen Elefanten anbellt, um Stärke zu demonstrieren.

"Der Mops! Klar, ist ein starker Mann. Der bellt auch Elefanten an", schrieb die Botschaft.

Auch der russische Diplomat Michail Uljanow griff die Äußerung auf. Wenn Van der Bellen Russland für einen Zwerg halte, fragte er, wie der österreichische Bundespräsident wohl sein eigenes Land charakterisieren würde.

Mehr zum Thema ‒ FPÖ attackiert Meinl-Reisinger wegen Flugausgaben: 261.000 Euro in drei Monaten

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.