
Griechenland bringt Angriff auf Tanker mit US-Entscheidung über russisches Öl in Verbindung

Der Angriff auf den griechischen Tanker Maran Homer vor der Küste von Noworossijsk im Schwarzen Meer könnte mit der Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl zusammenhängen, vermutete der griechische Schifffahrtsminister Vasilis Kikilias in einer Sendung von ERTnews. Der Minister sagte:
"Es wird vermutet, dass dieser Angriff Teil des Drucks ist, den die Länder der Region ausüben. Und möglicherweise hängt er auch mit den Beschlüssen zusammen, die gefasst wurden, um den Transport von russischem Öl für einen Monat teilweise zuzulassen."
Wie der Betreiber Maran Tankers Management mitteilte, wurde das Schiff am Morgen des 14. März von einem "unbekannten Objekt" angegriffen, als es auf die Erlaubnis wartete, das Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) anzulaufen, um kasachisches Öl zu laden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Tanker außerhalb der russischen Hoheitsgewässer. Die Nachrichtenagentur Newsit.gr berichtete, dass die Maran Homer vermutlich von einer ukrainischen Drohne getroffen wurde. Die Behörden der Ukraine und Russlands haben sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

In dieser Woche haben die USA den Verkauf von russischem Öl und Ölprodukten, die bis zum 12. März auf Schiffe verladen wurden, vorübergehend von den Sanktionen ausgenommen. Die Ausnahmeregelung gilt bis zum 11. April. Sie erstreckt sich nicht auf Transaktionen und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Iran, der iranischen Regierung sowie auf Waren und Dienstleistungen iranischen Ursprungs. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund steigender Energiepreise aufgrund der US-Operation gegen den Iran getroffen. Die USA betonten gleichzeitig, dass sie die Beschränkungen gegen russisches Öl nicht aufheben werden.
Kikilias berichtete, dass die Maran Homer von Chevron gechartert worden sei und aus Thessaloniki nach Noworossijsk gekommen sei. Der Tanker habe "materiellen Schaden" erlitten (der Betreiber hatte zuvor mitgeteilt, dass das Deck des Tankers geringfügig beschädigt sei), keines der 24 Besatzungsmitglieder sei verletzt worden.
Der Minister informierte Premierminister Kyriakos Mitsotakis und Außenminister Giorgos Gerapetritis über den Vorfall. Er betonte:
"Die griechischen Seeleute und die Schifffahrtsbranche versuchen, ihre Arbeit zu verrichten; sie müssen sich zweifellos aus jeglichen politischen Interessen und Konflikten heraushalten."
Mehr zum Thema – Festsetzung des Tankers "Marinera" durch USA: Beide russischen Seeleute unterwegs nach Hause
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.