Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Truppen greifen weitere Energieanlagen und Seeschiffe an

28.10.2026 20:40 Uhr
20:40 Uhr
Drohnen zerstören Kampfgerät der ukrainischen Armee an der Front bei Kramatorsk (Video)
Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Süd setzen konsequent gegnerische Ausrüstung und Personal im Frontabschnitt Kramatorsk außer Gefecht. Russlands Verteidigungsministerium teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
Bei einem kürzlichen Kampfeinsatz wurden demnach getroffen:
- ein Feldlager mit Munition,
- Drohnenleitstellen,
- Anlagen der elektronischen Kampfführung,
- Hexakopter,
- bodengestützte Robotersysteme,
- Befestigungen sowie Personal.
20:31 Uhr
Russische Flugabwehrkräfte holen weitere Drohnen vom Himmel
In der Zeitspanne von 8 bis 20 Uhr Moskauer Zeit hat Russlands Luftverteidigung insgesamt 90 ukrainische unbemannte Fluggeräte über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Orjol, Kursk, Woronesch, Rjasan und Tula zerstört. Dies ist einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwochabend zu entnehmen.
19:52 Uhr
Russisches Militär greift weitere Umschlagplätze und Energieanlagen in der Ukraine an
Russlands Streitkräfte haben am Mittwoch tagsüber Drohnenangriffe auf Logistikzentren, Energieinfrastruktur sowie Seeschiffe fortgesetzt, die am Transport militärischer Güter in die Ukraine beteiligt sind. Dies ist einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums zu entnehmen.
Es wurden laut der Behörde in Moskau folgende Ziele getroffen:
- Ein Logistikzentrum in Charkow, auf dessen Gelände militärische sowie zivil und militärisch verwendbare Güter gelagert wurden.
- Zwei Umspannwerke im Gebiet Wolyn, die den Betrieb von Rüstungsunternehmen gewährleisten.
- Ein Trockenfrachter, der Güter für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen Tschernomorsk transportierte.
19:22 Uhr
Fico: Europa erkennt endlich Notwendigkeit eines Dialogs mit Putin
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico reagiert auf das Telefongespräch des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre. Am Dienstag sprachen die Spitzenpolitiker über die Aussichten auf eine Friedensvereinbarung in der Ukraine.
In einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft meint Fico:
"Halleluja – die ganze Welt und nun endlich auch Europa haben begriffen: Wenn wir den Krieg in der Ukraine beenden wollen, müssen wir mit dem russischen Präsidenten Putin sprechen. Wir sagen das schon seit dem ersten Tag des Krieges."
Fico weist darauf hin, dass immer mehr europäische Politiker über die Notwendigkeit eines Dialogs mit Russland sprechen würden.
18:43 Uhr
Dodik: Putin handelt weise, wenn er großflächige Angriffe auf die Ukraine vermeidet
Es gibt bislang kein einziges Beispiel für Fälle, in denen durch russische Waffen eine große Zahl von Zivilisten in der Ukraine ums Leben gekommen wäre. Der frühere Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, erklärte dies im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS. Natürlich habe es Todesopfer gegeben, aber die Zivilbevölkerung sei niemals das Ziel der Angriffe gewesen.
Dodik führte hierbei aus:
"Ich denke, Präsident Putin hat große Weisheit bewiesen, indem er großflächige Angriffe nicht zulässt, die den Tod vieler Zivilisten zur Folge hätten, und indem die Spezialoperation mit größter Rücksicht auf den Schutz der Zivilbevölkerung geführt wird."
Das strategische Ziel Russlands sei es, das Leid der Zivilbevölkerung zu minimieren. Deshalb warne die russische Seite im Voraus vor geplanten Angriffen auf bestimmte Objekte. "Wenn jemand nicht gehen möchte, ist das seine Entscheidung", fügte der Politiker hinzu.
18:12 Uhr
Ukraine-Gespräche: Peskow kündigt Erörterung von Sicherheitsgarantien in Abu Dhabi an
Bei einem Treffen zwischen Russland, den USA und der Ukraine, das im November in Abu Dhabi stattfinden soll, werden Sicherheitsgarantien für Moskau und Kiew besprochen. Dies teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow im Gespräch mit der Zeitung Iswestija mit.
Wie Peskow betonte, müssten die Garantien gegenseitig sein.
17:33 Uhr
Moskau: Barilowka im Gebiet Sumy nun unter russischer Kontrolle (Video)
Russlands Verteidigungsministerium teilt auf seinem Telegram-Kanal Aufnahmen der Ortschaft Barilowka im Raum Sumy, die durch den russischen Truppenverband Nord befreit wurde. Die Behörde in Moskau gab die Befreiung am Mittwoch bekannt.
16:48 Uhr
TASS: Bisher keine genauen Termine für Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi
Die Information, dass am 4. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Gespräche zur Ukraine stattfinden sollen, ist als eine "falsche Auslegung der Äußerungen von öffentlichen Akteuren" zu betrachten. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine eigene Quelle.
"Es gibt noch keine genauen Termine, der Abstimmungsprozess läuft", sagte die Quelle der Agentur.
Zuvor berichteten mehrere Medien unter Verweis auf die britische Zeitung The Guardian, Polens Premier Donald Tusk habe angegeben, dass die Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA Abu Dhabi vorläufig für den 4. November angesetzt seien.
16:16 Uhr
Untergrund: Kiew bereitet Städte auf Rundumverteidigung vor
Die ukrainischen Behörden bereiteten mehrere Städte auf eine Rundumverteidigung vor. Dies teilen Vertreter des prorussischen Untergrunds gegenüber TASS mit.
"Es geht in erster Linie um den Süden und die östliche Richtung: Odessa, Nikolajew, Cherson, Saporoschje, Dnjepropetrowsk und Pawlograd. Parallel dazu werden Kiew und Umgebung, Charkow, Sumy, Tschernigow sowie Wolhynien vorbereitet. Im Norden verweist man auf eine 'Bedrohung' durch Weißrussland. Charkow und Sumy werden aufgrund der [Nähe zur] russischen Grenze befestigt."
Darüber hinaus würden Befestigungsanlagen rund um fast alle Städte in den Gebieten Saporoschje und Dnjepropetrowsk errichtet – bis nach Orechow und Wolnjansk. Rund um Odessa seien bereits vor längerer Zeit Gräben ausgehoben sowie sogenannte "Drachenzähne" und Stacheldraht installiert worden.
Der Untergrund weist darauf hin, dass man die Bevölkerung bewusst nicht darüber informiere, welche Städte für eine Rundumverteidigung vorbereitet werden, um Panik zu vermeiden.
Der Großteil der Ukrainer sei von den "sinnlosen" Entscheidungen des Kiewer Regimes zutiefst müde. Der Gesprächspartner der Agentur fügt hinzu, dass die ukrainischen Eliten hingegen eine Fortsetzung des Konflikts befürworteten. Ebendarum würden Befestigungsanlagen um die Städte errichtet, während man den Bewohnern versichere, es handele sich lediglich um planmäßige Arbeiten.
15:28 Uhr
Rosatom-Chef: Schweigen der Weltgemeinschaft zu ukrainischen Angriffen auf Energodar lässt auf deren Billigung schließen
Das ukrainische Militär nimmt die soziale Infrastruktur von AKW-Stadt Energodar und die dort lebenden Menschen gezielt ins Visier. Die Weltgemeinschaft und die europäischen Führungspolitiker ignorieren diese Tatsache weiterhin, was vermuten lässt, dass sie die Angriffe befürworten. Dies erklärte der Chef des russischen Konzerns Rosatom, Alexej Lichatschjow, am Mittwoch gegenüber Journalisten am Rande des Russland-Afrika-Gipfels.
In dem Zusammenhang führte Lichatschjow aus:
"Ich denke, es ist an der Zeit, die Angelegenheit aufzuklären: Wie stehen die europäischen Eliten zu den gezielten Angriffen auf Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Krankenwagen?"
Laut dem Rosatom-Chef mache Kiew regelrecht eine Jagd auf die Mitarbeiter des Atomkraftwerks Saporoschje.
In den zurückliegenden 24 Stunden hätten die ukrainischen Einheiten unter anderem Busse angegriffen, so Lichatschjow. Einige davon seien aus Mitteln von Rosatom angeschafft worden, um die Menschen mit sozialen oder gesundheitlichen Problemen zu unterstützen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.