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Liveticker Ukraine-Krieg – Nebensja: Kein Frieden ohne Beseitigung der Konfliktursachen durch Kiew

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Nebensja: Kein Frieden ohne Beseitigung der Konfliktursachen durch KiewQuelle: Sputnik © Waleri Scharifullin
  • 1.09.2026 19:07 Uhr

    19:07 Uhr

    Nebensja: Kein Frieden ohne Beseitigung der Konfliktursachen durch Kiew

    Russland wird die Ziele seiner Sonderoperation konsequent auf militärischem Wege weiterverfolgen, falls die Ukraine die Realitäten vor Ort nicht anerkennt und die Konfliktursachen nicht beseitigt, erklärt Russlands Botschafter bei der UNO, Wassili Nebensja. In einer Sitzung der UN-Generalversammlung zur Ukraine betonte er:

    "Ohne eine Anerkennung der entstandenen Gegebenheiten vor Ort wird es keine friedliche Lösung des Konflikts in der Ukraine geben. Solange man sich in Kiew an Illusionen klammert, die Wahl von Millionen von Menschen ablehnt und sich weigert, die Grundursachen der Krise zu beseitigen, wird Russland konsequent die Ziele der militärischen Sonderoperation auf militärischem Wege verfolgen."

  • 18:15 Uhr

    Militärexperte: Garnisonen von Slawjansk und Kramatorsk leiden unter Versorgungsproblemen

    Das Kommando des ukrainischen Militärs verlegt Reserven in die besetzten Teile des Donbass, meldet der Militärexperte Andrei Marotschko. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS erklärt er:

    "In den besetzten Teil des Donbass wird alles geschickt, was das ukrainische Kommando hat, einschließlich Reserven und nationalistischer Verbände."

    Indessen leiden ukrainische Soldaten, die in den Städten Slawjansk und Kramatorsk in der DVR stationiert sind, unter Versorgungsschwierigkeiten, so Marotschko weiter:

    "Der Gegner leidet im Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk an Hunger – und zwar sowohl Munitionshunger, als auch mancherorts echten Hunger, weil weder Trinkwasser noch Verpflegung in ausreichender Menge ankommt. Natürlich beeinträchtigt das die Moral der ukrainischen Kämpfer."

  • 16:36 Uhr

    EU fordert Partner zur Finanzierung Kiews auf

    Die Europäische Kommission hat die Partner der EU aufgerufen, die Finanzierung der Ukraine in den Jahren 2026 und 2027 zu übernehmen, meldet die Sprecherin der EU-Kommission, Paula Pinho. Während einer Pressekonferenz in Brüssel sagte sie:

    "Es gibt ein Drittel der Finanzierung, das natürlich nicht von der EU gedeckt werden kann und in Bezug auf das wir unsere Partner aufgerufen haben, sich hinzuzuschalten und ihren Beitrag zu leisten."

    Pinho führte aus, dass die EU sich auf den Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an Kiew konzentriere, von dem die Ukraine jeweils rund 45 Milliarden 2026 und 2027 erhalten solle. Dabei seien die Zahlungen an die Umsetzung der von der EU geforderten Reformen durch Kiew gebunden. Parallel dazu räumte die Sprecherin der EU-Kommission ein, dass Kiews Haushaltsbedarf in den beiden Jahren nach EU-Schätzungen rund 135 Milliarden Euro betrage.

  • 16:01 Uhr

    Russische Armee zerstört militärische Infrastruktur in Odessa

    Russlands Verteidigungsministerium hat am Dienstagmorgen über weitere Angriffe auf Ziele in der Ukraine berichtet, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt worden seien. In der Schwarzmeerstadt Odessa und im umliegenden Gebiet habe das russische Militär Einrichtungen in zwei Häfen attackiert, in denen Militärgüter sowie Kraft- und Schmierstoffe gelagert wurden. Bei den Angriffen seien Präzisionswaffen und Langstreckendrohnen eingesetzt worden, hieß es.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 15:12 Uhr

    Polens Regierungschef Tusk mahnt Solidarität mit Ukraine an

    Polens Regierungschef Donald Tusk hat beim alljährlichen Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen im Jahr 1939 die Solidarität des Westens mit der Ukraine angemahnt. Am Kriegerdenkmal Westerplatte in Gdańsk sagte er:

    "Heute rufen wir laut von der Westerplatte aus der gesamten freien Welt zu: Seid solidarisch, wir müssen der Ukraine helfen zu überleben!"

    Die kommenden Monate, der bevorstehende Herbst und Winter, könnten entscheidend sein für die Unabhängigkeit der Ukraine, das Schicksal Polens und der freien Welt. Die düstere Lehre des Zweiten Weltkriegs besteht darin, dass Solidarität und Einheit unersetzlich seien. Daher dürfe die NATO nicht lediglich auf dem Papier existieren. Tusk warnte auch vor dem Wiederaufleben einer "braunen Welle der Aggression und Verachtung" in Europa und den USA.

  • 14:35 Uhr

    Vier Tote und drei Verletzte bei ukrainischen Attacken auf LVR

    Das Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, wirft der Ukraine gezielte Angriffe auf Zivilisten vor. Dem Politiker zufolge seien in den vergangenen 24 Stunden in der Region vier Menschen ums Leben gekommen, weitere drei seien verletzt worden. So habe eine ukrainische Drohne auf der Kraftfahrstraße zwischen den Ortschaften Antrazit und Krasny Lutsch einen zivilen Lkw attackiert und dabei den Fahrer und einen Passagier getötet. Bei ähnlichen Drohnenattacken in der Nähe der Siedlungen Krasny Kut und Malonikolajewka seien zwei weitere Lkw-Fahrer getötet worden. Passetschnik drückt den Familien der Getöteten sein Beileid aus.

    Der Gouverneur meldet zudem drei Verletzte. Bei zwei von ihnen handelt es sich ebenfalls um Fahrer. Alle Opfer seien rechtzeitig ärztlich behandelt worden. Dabei fügt Passetschnik hinzu:        

    "Der Feind unternimmt weiterhin Versuche, unsere Energie- und Kommunalinfrastruktur anzugreifen, was die Reparaturarbeiten erschwert. Wir tun unser Bestes, um die Situation so schnell wie möglich zu stabilisieren."

    In den letzten 24 Stunden habe der Gegner Autos, Wohnhäuser, einen Betrieb und zivile Infrastrukturobjekte attackiert, heißt es. Die Luftabwehr habe ungefähr 30 Luftziele abgefangen.

  • 14:10 Uhr

    Ukrainische Drohne greift Auto in Melitopol an: Drei Verletzte

    Das ukrainische Militär setzt seine Attacken auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje fort. Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet auf der Plattform Telegram über eine Drohnenattacke auf ein Fahrzeug. Demnach habe ein unbemanntes Luftfahrzeug ein ziviles Auto im Verwaltungszentrum Melitopol attackiert. Dabei hätten drei Einwohner – zwei junge Männer im Alter von 22 und 18 Jahren und eine Frau im Alter von 34 Jahren – schwere Verletzungen erlitten.

  • 13:34 Uhr

    Europäer kritisieren Russlands Teilnahme an G20-Treffen

    Finanzminister aus Europa haben mit Unmut auf die Teilnahme Russlands am G20-Finanztreffen in den USA reagiert. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil betonte in Asheville im Bundesstaat North Carolina, es dürfe keine Normalisierung der Beziehungen zu Moskau geben, solange der Krieg gegen die Ukraine andauere. Der SPD-Politiker sagte am Montag, er hätte sich von der US-Seite mehr Klarheit gewünscht, dass der russische Finanzminister Anton Siluanow nicht als normaler Gast empfangen werden sollte.

    Nach Angaben des russischen Finanzministeriums führte der russische Ressortchef am Rande des Treffens bilaterale Gespräche mit US-Finanzminister Scott Bessent.

    Aus Protest gegen die russische Präsenz weigerten sich die europäischen Minister und Notenbankchefs, gemeinsam mit Siluanow auf dem traditionellen "Familienfoto" der Teilnehmer zu erscheinen. Das Bild wurde schließlich ohne den russischen Minister aufgenommen.

  • 13:05 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei Ortschaften im Gebiet Saporoschje befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Sosnowy Bor, Bereschnoje, Podsredneje, Rublenoje und Prikolotnoje im Gebiet Charkow sowie Ulanowo, Korenek, Malaja Rybiza und Strelezkaja Puschkarka im Gebiet Sumy getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 210 Soldaten verloren. Außerdem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, elf Autos, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Lesnaja Stenka und Gruschewka im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk, Sidorowo und Schtschurowo in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 180 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Autos, drei Geschütze und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position an der vordersten Linie verbessert und dabei ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Wassjutinskoje, Druschkowka, Kurtowka und Raiskoje in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte auf mehr als 210 Kämpfer. Der Gegner habe darüber hinaus drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Autos und zwei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Andrejewka, Beloserskoje, Rakscha, Nowofedorowka und Nowotroizkoje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 365 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 18 Autos und zwei Geschütze seien eliminiert worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe die Ortschaft Tscherwonaja Kriniza im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht. Darüber hinaus seien ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Barwinowka, Wassinowka, Nikolskoje, Obschtscheje und Wassilewskoje im Gebiet Saporoschje sowie Schewjakino im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen worden. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 295 Kämpfer. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und ein Artillerieaufklärungsradar seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe die Ortschaft Nowopawlowka ebenfalls im Gebiet Saporoschje unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Tscherwony Schowten und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 65 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Zudem habe das russische Militär 16 Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung neutralisiert.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Logistikzentren, Energie- und Verkehrsanlagen, Drohnenwerke, Lager mit Drohnenteilen und 156 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden 13 Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 1.050 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 224.972 Drohnen, 670 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.775 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.776 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.340 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:38 Uhr

    Zahlreiche Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 99 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 99 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 20 Geschosse abgefeuert und 342 Drohnen eingesetzt, von denen 188 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Drohnenattacke auf ein Verkehrsobjekt in der Stadt Waluiki sei ein Mann ums Leben gekommen, vier weitere Zivilisten seien verletzt worden. In der Siedlung Repnoje habe ein zwölfjähriges Mädchen Verletzungen erlitten. In der Siedlung Krasny Oktjabr seien zwei Männer zu Schaden gekommen. Ein weiterer Mann sei in der Siedlung Oktjabrski verletzt worden, als eine ukrainische Drohne sein Auto attackiert habe. Bei der Drohnenattacke auf ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Graiworon habe eine Bewohnerin Verletzungen erlitten. Bei der Detonation einer FPV-Drohne sei ein Einwohner der Siedlung Koschlakowo verletzt worden. Ein weiterer Mann sei bei einer Drohnenattacke auf die Siedlung Tschurajewo zu Schaden gekommen. In der Stadt Schebekino seien vier Männer verletzt worden. Bei der Abwehr einer Drohnenattacke auf die Siedlung Pjatnizkoje sei ein Kämpfer der örtlichen Drohnenabwehreinheit Orlan zu Schaden gekommen. Außerdem sei ein Mann ärztlich versorgt worden, der am 30. August bei einer Raketenattacke auf Belgorod ein Barotrauma erlitten habe. Darüber hinaus habe eine Frau ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem sie noch am 29. August bei der Detonation einer Drohne in der Nähe der Siedlung Lomowo ein Barotrauma erlitten habe.

    Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden fünf Mehrfamilienhäuser, 29 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, drei Betriebe, ein Lagerhaus, zwei Infrastrukturobjekte, fünf Geschäfte, zwei Gasleitungen, eine Stromleitung, ein Landwirtschaftsfahrzeug, sieben Lkw, zwei Kleintransporter und 58 Autos zerstört oder beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.