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Liveticker Ukraine-Krieg: Trump legt geplante Zölle gegen Russland auf Eis

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Trump legt geplante Zölle gegen Russland auf EisQuelle: AP © Mark Schiefelbein
  • 17.10.2026 11:38 Uhr

    11:38 Uhr

    Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 16. Oktober bis 8 Uhr MESZ am 17. Oktober 167 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 79 Mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus 13 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über Schäden in den Ortschaften Wyssokonskije Dwory, Wischnewo und Beliza. Dort seien insgesamt ein Verwaltungsgebäude, ein Wohnhaus und zwei Autos beschädigt worden.

  • 11:10 Uhr

    Trump leugnet seine Verantwortung für Starlink-Drosselung in Ukraine

    US-Präsident Donald Trump hat die Verantwortung für die vorübergehende Drosselung des militärisch genutzten US-amerikanischen Satelliteninternets von Starlink in der Ukraine von sich gewiesen. Der Republikaner erklärte vor Reportern in Washington:

    "Das habe ich nicht getan. Nein, wir haben das überhaupt nicht getan."

    Trump zeigte sich unwissend und bestritt, dass das Satelliteninternet überhaupt verlangsamt worden sei.

    "Soweit ich weiß, ich habe es erst heute Morgen in den Nachrichten und aus den Medien erfahren, haben wir es nicht verlangsamt."

    Der Republikaner gab sich dabei zuversichtlich, dass das Internet "wahrscheinlich funktioniere".

    Trumps Aussagen stehen im Widerspruch zu jenen von Elon Musk, dem der Konzern SpaceX gehört, der Starlink betreibt. Zuvor hatte der US-Unternehmer auf seiner Plattform X gepostet:

    "Jegliche Geschwindigkeits- oder Nutzungsbeschränkungen werden vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt."

    Dabei ging es explizit um Starshield, die militärische Funktion von Starlink. Unklar bleibt damit weiter, wer tatsächlich für eine etwaige Drosselung verantwortlich war.

  • 10:36 Uhr

    Sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 42 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 42 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens zwölf Geschosse abgefeuert und 129 Drohnen eingesetzt, von denen 54 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. So seien bei der Attacke einer ukrainischen Drohne auf einen Linienbus sechs Einwohner der Stadt Schebekino verletzt worden. Bei einer anderen Attacke auf die Stadt habe ein Mann Verletzungen erlitten. Zudem habe eine Frau ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem sie noch am 6. Oktober infolge eines Drohnenangriffs auf die Autostraße Graiworon – Ilek-Penkowka eine Beinverletzung erlitten habe. Eine weitere Frau sei ebenfalls ärztlich behandelt worden, nachdem sie noch am 12. Oktober bei einer Drohnenattacke auf die Siedlung Kriwzowo ein Barotrauma des Ohres erlitten habe.    

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien innerhalb von 24 Stunden vier Mehrfamilienhäuser, elf Einfamilienhäuser, vier soziale Einrichtungen, zwei Betriebe, ein Geschäft, ein Infrastrukturobjekt, eine Stromleitung, zwei Lkw, ein Bus und acht Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 10:04 Uhr

    Russland greift Umspannwerk, Frachtschiff und zwei Hüttenwerke in Ukraine an

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Angriffe auf Ziele in der Ukraine, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werden sollen. Wie die Militärbehörde in Moskau auf Telegram schreibt, seien bei den Attacken boden-, luft- und seegestützte Hochpräzisionswaffen sowie Langstreckendrohnen eingesetzt worden. Das russische Militär spricht von Zielen in den Städten Kriwoi Rog, Schitomir und Saporoschje sowie im Schwarzen Meer.

    In Kriwoi Rog sei das größte Hüttenwerk der Ukraine getroffen worden, das den ukrainischen Rüstungssektor mit Stahl versorge. In Schitomir sei ein Umspannwerk außer Betrieb gegangen, das Rüstungsunternehmen im Zentrum und im Westen des Landes mit Strom versorge. In Saporoschje sei ebenfalls ein großes Hüttenwerk getroffen worden. Darüber hinaus habe das russische Militär in dieser Stadt einen Betrieb angegriffen, der Transformatoren herstelle und seit dem Jahr 2022 vom Verteidigungsministerium in Kiew kontrolliert und im Interesse der ukrainischen Streitkräfte benutzt werde. Außerdem sei im Schwarzen Meer ein Schiff getroffen worden, das mit Militärgütern an Bord in den Hafen Odessa unterwegs gewesen sei, heißt es in der Mitteilung der russischen Militärbehörde.

  • 09:31 Uhr

    Merz und von der Leyen halten Angriffe auf russische Energieanlagen für gerechtfertigt

    Die EU hat dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij ungeachtet der US-Kritik weitere Hilfe zugesagt und ihn gegen Vorwürfe der USA in Schutz genommen. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte zum Abschluss des EU-Gipfels, an dem auch Selenskij teilnahm:

    "Es ist aus meiner Sicht richtig, nachvollziehbar und verständlich, wenn auch die Ukraine ihrerseits Ziele in Russland angreift, die die Kriegsführung der russischen Regierung und der russischen Armee beeinträchtigen."

    Dies betreffe sowohl die Kommunikation als auch die Energieversorgung, erklärte der CDU-Politiker.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Merz verwiesen darauf, dass ein von Trump verkündeter angeblicher Energiewaffenstillstand gar ‌nicht ⁠existiere, weil Russland ununterbrochen und gezielt Energieanlagen in der Ukraine angreife. Von der Leyen sagte zu Selenskij:

    "Russland ​versucht alles, um die Energie- und Wasserinfrastruktur zu zerstören, aber wir stehen an Ihrer Seite."

    Sie forderte, den Druck auf Russland zu erhöhen. Eines sei absolut klar: Die EU werde keine Sanktionen ​aufheben, solange Russland den Krieg nicht beende, sagte die EU-Kommissionspräsidentin.

  • 09:09 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 610 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 7 Uhr MESZ am Samstag 610 gegnerische Drohnen abgefangen. Wie die Militärbehörde auf Telegram schreibt, seien die unbemannten Luftfahrzeuge über den Gebieten Leningrad, Nowgorod, Twer, Brjansk, Belgorod, Kursk, Orjol, Kaluga, Woronesch, Rostow, Smolensk und Tula, über dem Großraum Moskau, dem Autonomen Kreis der Chanten und Mansen, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

    Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Moskau, Sergei Sobjanin, hat kurz zuvor ebenfalls auf Telegram über den Abschuss von insgesamt 144 ukrainischen Drohnen berichtet, die unterwegs nach Moskau gewesen seien. Er meldete weder Opfer noch Schäden. Der Flugverkehr über der Stadt wurde in der vergangenen Nacht eingeschränkt. Alle vier Moskauer Flughäfen – Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski – mussten den Betrieb vorübergehend einstellen.

  • 08:37 Uhr

    Selenskij fordert weitere 70 Milliarden Euro von EU

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat von seinen Verbündeten in der Europäischen Union weitere 70 Milliarden Euro für das kommende Jahr gefordert, um im Krieg bestehen zu können. Er benötige das Geld "für die Verteidigung, für Waffen und für unsere Widerstandsfähigkeit", sagte er beim EU-Gipfel in einer Rede vor den Staats- und Regierungschefs, die er anschließend auf der Plattform X veröffentlichte. Der Krieg werde die Ukraine im kommenden Jahr insgesamt 155 Milliarden Euro kosten.

    Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits zu Beginn des Gipfels eine Aufstockung der Mittel für die Ukraine gefordert, aber keine Größenordnung genannt. Auf seiner Abschluss-Pressekonferenz sagte er, dass es eine große Übereinstimmung in der EU gebe, der Ukraine auch über den Winter und im nächsten Jahr weiterzuhelfen. Der Finanzbedarf werde jetzt von der EU-Kommission geprüft und dann werde man im November oder Dezember erneut darüber beraten.

  • 08:03 Uhr

    DVR meldet fünf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik fünf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 16. Oktober bis 0 Uhr am 17. Oktober (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss kamen ein Lkw und ein ziviles Infrastrukturobjekt zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 22 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person erlitt dabei Verletzungen. Beschädigt wurden mehrere Häuser und Autos sowie drei zivile Infrastrukturobjekte.

  • 07:29 Uhr

    Trump legt geplante Zölle gegen Russland auf Eis

    Knapp einen Monat nach der Unterzeichnung eines Sanktionspakets gegen Russland legt US-Präsident Donald Trump die darin vorgesehenen Zölle kurz vor ihrem Inkrafttreten auf Eis. Die drastischen Strafmaßnahmen ruhen damit bis auf Weiteres, wie aus einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret hervorgeht.

    Trump begründet sein Vorgehen damit, dass dies "zum jetzigen Zeitpunkt im nationalen Interesse" der USA liege.

    Mitte September hatte der Republikaner das vom US-Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen gegen Russland unterzeichnet. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und sollte den Kreml im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.

    Das Gesetz sieht vor, dass die im Text verankerten Zölle und Sanktionen 30 Tage nach der Unterzeichnung automatisch greifen – es sei denn, der Präsident würde innerhalb dieser Zeit anders entscheiden.

  • 16.10.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.