
Ölpreise fallen – nach Trumps Absage eines zeitnahen Angriffs auf Iran

Am Montag teilte US-Präsident Donald Trump über soziale Medien mit, dass er den für diese Woche geplanten Militärschlag gegen Iran vorerst absagt. Auf Wunsch der Staatschefs der Golfstaaten wolle er den Angriff verschieben. Diese seien aktuell inmitten "ernsthafter Verhandlungen" mit Teheran.
Infolgedessen fielen die Ölpreise. Wie Euronews am Dienstagmorgen berichtete, war bis dahin beispielsweise die internationale Referenzsorte Brent um 1,33 Prozent auf 110,61 US-Dollar pro Barrel gefallen. Die US-West-Texas-Intermediate-Futures (WTI) gaben um 0,91 Prozent auf 103,43 US-Dollar pro Barrel nach.

Laut einem Bericht von Euronews ist Trumps Absage eine Reaktion auf eine Erklärung Irans gewesen, wonach Teheran auf einen neuen Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges reagiert habe. PBS News schrieb dazu am Montag, nach eigenen Angaben habe Trump den geplanten Angriff auf Wunsch von Verbündeten im Nahen Osten abgesagt, darunter die Staatschefs von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der US-Präsident habe vor seiner Mitteilung am Montag nicht bekannt gegeben, dass er für Dienstag einen Angriff auf Iran plane, stellte PBS News fest. In seiner Absagemitteilung vom Montag machte Trump auch keine näheren Angaben zum Angriff. Allerdings erklärte der US-Präsident, dass er dem US-Militär bereits Anweisungen für die Vorbereitung eines weiteren Angriffs auf Iran gegeben habe. Trumps Mitteilung zufolge hat er das US-Militär angewiesen, "sich darauf vorzubereiten, unverzüglich einen umfassenden, groß angelegten Angriff auf Iran durchzuführen, falls keine akzeptable Einigung erzielt wird".
PBS News erinnerte daran, dass Trump seit Wochen damit drohe, den Mitte April vereinbarten Waffenstillstand zu beenden, wenn Iran nicht zu einem Abkommen bereit wäre. Doch die Bedingungen für den Abschluss eines solchen Abkommens änderten sich ständig, kommentierte das Nachrichtenportal. Zuletzt habe Trump am Wochenende noch gewarnt:
"Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben."
Euronews berichtete in diesem Zusammenhang auch über ein Treffen der G7-Finanzminister am Montag in Paris, bei dem die dramatische Verknappung der Ölreserven thematisiert wurde. Am Treffen nahm auch der Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) Fatih Birol teil. Birol erklärte in Paris Reportern, dass die Welt aufgrund der Sperrung der Straße von Hormus nur noch über Ölreserven für wenige Wochen verfüge. Die kommerziellen Ölvorräte gingen rapide zur Neige.
Nach vorläufigen Angaben der IEA sind die weltweiten Ölvorräte im März um 129 Millionen Barrel und im April um weitere 117 Millionen Barrel gesunken. Dies sei eine Folge der israelisch-US-amerikanischen Angriffe auf Iran, wodurch die Ölexporte aus der Golfregion beeinträchtigt wurden. In den OECD-Ländern wurden die stärksten Rückgänge verzeichnet. Dort seien die Lagerbestände um 146 Millionen Barrel gesunken. In den Nicht-OECD-Volkswirtschaften seien die Bestände um 24 Millionen Barrel zurückgegangen.
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