Experten der Raiffeisenbank: Haushaltsüberschuss Russlands durch Dividenden gesichert

Die Einnahmen aus Dividendenzahlungen stärkten im August den Haushaltsüberschuss in Russland, heißt es in einem Bericht der Analysten der Raiffeisenbank. Ein weiterer Beitrag zum Haushaltsüberschuss war die Mehrwertsteuer.

Nach Einschätzung der Analysten der Raiffeisenbank wies der russische Bundeshaushalt im August des Jahres 2026 einen Überschuss auf. Ausschlaggebend dafür waren einmalige Dividendeneinnahmen staatlicher Unternehmen, die fast doppelt so hoch ausfielen wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Experten der Raiffeisenbank haben die vorläufigen Daten des russischen Finanzministeriums zur Ausführung des Bundeshaushalts in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres analysiert. Ihren Berechnungen zufolge ergab sich Ende August ein Überschuss in Höhe von rund 660 Milliarden Rubel. Dadurch konnte das seit Jahresbeginn aufgelaufene Defizit deutlich reduziert werden. Zum Vergleich: Im Zeitraum Januar bis August 2025 war die Defizitsituation weniger angespannt, doch in diesem Jahr fiel die Startlücke deutlich größer aus als im Vorjahr.

In dem Bericht wird außerdem angemerkt, dass es sich insgesamt zwar um einen saisonalen Prozess für diesen Monat handelt, in diesem Jahr jedoch ein starker Anstieg im Vergleich zum August 2025 zu verzeichnen ist. Die Analysten der Bank betonen:

"Nach vorläufigen Schätzungen des Finanzministeriums ist das Defizit des Bundeshaushalts in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 auf 5,8 Billionen Rubel zurückgegangen, während im August ein Überschuss von 660 Milliarden Rubel verzeichnet wurde. Das Finanzministerium wies gesondert darauf hin, dass der Anstieg der Einnahmen aus anderen Bereichen als Öl und Gas im August durch Dividendenzahlungen staatlicher Unternehmen in Höhe von 691 Milliarden Rubel gestützt wurde."

Neben dem Dividendenfaktor sorgt die Mehrwertsteuer für einen stabilen Einnahmenzufluss. Experten weisen darauf hin, dass die zweistelligen Wachstumsraten bei der Mehrwertsteuer aus mehreren Gründen anhalten: aufgrund von Steuersatzerhöhungen, einer steigenden Gesamtsteuerbelastung sowie eines Anstiegs der nominalen Umsätze der Unternehmen vor dem Hintergrund einer relativ hohen Inflation.

Dabei hätten die hohen Ölpreise wegen der Lage in der Straße von Hormus und der Abwertung des Rubels den Haushalt stützen können, doch in Wirklichkeit hatte dies keinen großen Einfluss auf die Einnahmen, so die Einschätzung von Wirtschaftsfachleuten.

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