Die iranische Fußballnationalmannschaft wird die einzige sein, deren Quartier während der Fußball-Weltmeisterschaft in der mexikanischen Stadt Tijuana liegt, die als eine der gefährlichsten Städte der Welt gilt.
Laut der Analyse der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti wurden in Tijuana im Jahr 2025 insgesamt 1.195 vorsätzliche Tötungsdelikte, fast 2.000 Fälle vorsätzlicher Körperverletzung, 1.877 Raubüberfälle sowie nahezu 5.000 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden in Tijuana im Jahr 2025 insgesamt fast 37.000 Straftaten verzeichnet.
Bei einer Bevölkerung von etwa 2,15 Millionen Menschen lag die Mordrate in Tijuana im Jahre 2025 bei 55 Fällen pro 100.000 Einwohner. Laut dem UN-Bericht zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung lag der weltweite Durchschnitt bei etwa fünf Fällen pro 100.000 Einwohner. Damit ist die Situation in Tijuana elfmal schlimmer als der globale Durchschnitt.
Die mexikanische Nationalmannschaft soll hingegen in der Hauptstadt Mexiko-Stadt untergebracht werden.
Ursprünglich war vorgesehen, dass das iranische Team ein Quartier im US-Bundesstaat Arizona erhält. Aufgrund des bewaffneten Konflikts mit den USA und der Sorge um die Sicherheit der Mannschaft wandte sich die iranische Seite jedoch an die FIFA mit der Bitte, das Trainingslager ihrer Mannschaft nach Mexiko verlegen zu dürfen. Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, erklärte am 24. Mai, dass dem Antrag stattgegeben worden sei.
Die Weltmeisterschaft 2026 wird erstmals mit 48 Nationalmannschaften ausgetragen und ist zugleich die erste WM, die in drei Ländern – den USA, Kanada und Mexiko – stattfindet. Das Turnier dauert vom 11. Juni bis zum 19. Juli. Dem Spielplan zufolge trifft Iran in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Inglewood, US-Bundesstaat Kalifornien, auf die Nationalmannschaften von Neuseeland (15. Juni) und Belgien (21. Juni) sowie anschließend in Seattle auf Ägypten (26. Juni, jeweils Ortszeit).
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